Für ein gelungenes Barbecue

Kaum eine amerikanische Tradition ist bekannter als das Barbecue. Und auch hierzulande eröffnen immer mehr Barbecuerestaurants.
Auch viele Gartenbesitzer spielen mit dem Gedanken, statt des typisch deutschen Grillfestes, mal etwas Neues auszuprobieren. Das klingt gut, nur begehen viele den Fehler zu glauben, dass ein Barbecue im Prinzip nicht anders ist als ein Grillfest.
Es gibt zwar große Ähnlichkeiten, aber grundsätzlich sind diese beiden Dinge sehr verschieden.

Ursprung
Das Barbecue leitet sich ursprünglich vom spanisch-mexikanischen Wort barbacoas ab und meint das Zubereiten von Fleisch am Spieß über heißem Rauch. Diese Zubereitungsart stammt noch aus der Zeit der ersten spanischen Besiedlung Amerikas.Hübsche Frau beim Grillen Etwa um 1800 dann mischte sich diese traditionelle Zubereitungsart mit den beliebten Schlachtfesten. Da hierbei immer sehr viele Menschen eingeladen waren, gilt das Barbecue auch heute noch als das Symbol für Zusammensein und Familie.

Ausrüstung
Der wesentlichste Unterschied ist schon durch die Wahl des Grills erklärt. Hierzulande gibt es eine große Auswahl an Grills, Standgrill, Elektrogrill, Kugelgrill usw. Bei einem echten Barbecue gibt es nur zwei Möglichkeiten. Entweder man tut es auf die ganz traditionelle Art wie vor vierhundert Jahren oder man nimmt einen Smoker.

Der Smoker ist ein spezieller Barbecuegrill und gehört zur Gruppe der Gasgrills. Geformt ist er wie eine seitlich liegende Tonne und im Inneren in zwei Kammern unterteilt, in die Heizkammer und in die Grillkammer. Beide Kammern sind voneinander getrennt und nur der heiße Rauch aus der Heizkammer kann in die Grillkammer, wo das Gargut liegt. Auf diese Weise wird das Gargut, fast ausschließlich Fleisch, nur sehr langsam gegrillt. Daher sollte man zu einem Barbecue auch ausreichend Zeit mitbringen. Im Gegenzug aber bleibt das Fleisch saftig, wird zart und erhält den typischen Rauchgeschmack, der zu jedem Barbecue gehört.

Zubereitung
Der nächste ganz große Unterschied ist die Wahl des Gargutes. Kleine Steaks wie wir sie verwenden, würden einem Amerikaner nie in den Smoker kommen. Das Fleisch wird immer nur grob zurechtgeschnitten und dann in großen Stücken in den Smoker gelegt oder auf einem Spieß befestigt. Bis zur Größe eines Schweins kann der Smoker alles fassen.
Das hat nichts damit zu tun, dass die Amerikaner sich ungesund ernähren, sondern geht wieder auf die Tradition des Barbecue zurück.
Auch mit Fertigsoßen oder einmariniertem Fleisch hält man sich bei einem Barbecue nicht auf. Das Fleisch wird während des Garens immer wieder mit selbst gemachten Soßen bestrichen. Durch den heißen Rauch kann das Aroma dieser Soßen tiefer ins Fleisch eindringen, als es das beim Marinieren der Fall wäre. Außerdem vermischen sich beide Aromen und erzeugen den typischen Barbecuegeschmack.

Wer ein Barbecue veranstalten will, der sollte vor allen Dingen ausreichend Zeit und Gäste mitbringen. Und wer nach guten Rezepten sucht, der findet sie im Internet unter chefkoch.de.